Eine kurze Geschichte des Steins

Wandert man entlang der Heidenstrasse gibt es einiges zu entdecken. In vielen Ortschaften steht eine Wegemarke oder auch Pilgerstein. Er kommt in vielen Formen und Darstellung daher. Eins haben aber alle gemeinsam: eine Tafel mit der Erklärung des Weges und die Besonderheit der Ortschaft. In Hohkeppel steht ein besonders schönes Exemplar des Pilgersteins. Und bei einem Spaziergang fragte man sich:

Warum steht denn eigentlich kein Stein in Bensberg?

Aus der Frage wurde eine Idee und daraus ein Vorhaben. Eine kleine, interne Umfrage stiess in der Kirchengemeinde und dem privaten Umfeld auf positive Resonanz. Durch den Verein „Freunde und Förderer von St. Nikolaus Bensberg e.V.“ wurden Sponsoren gefunden, die kräftig gespendet haben. Und so konnte das Projekt starten!

1. Ein Stein muss gefunden werden

Ab nach Lindlar in den Steinbruch! Der perfekte Grauwackefindling wurde bei der Firma Quirrenbach entdeckt. Der dreineinhalb Tonnen schwere Kaventsmann wurde übrigens von der Firma gestiftet.

2. Die Infotafel geht in Auftrag

Und zwar bei der Glockengießerei Petit & Edelbrock in Gescher. Vor Ort durften wir dabei sein und live zusehen.

3. Der Stein kommt

Die Anlieferung des Steines war gar nicht so einfach wie man denkt. Der kleine Kranwagen ist eigentlich nicht für so ein Gewicht bestimmt. Aber mit Ach und Krach, viel Glück und Können ist der Stein dann doch von der Ladefläche gehoben worden.

4. Die Tafel ist fertig

5. Der Stein wird gesetzt

Diesmal mit passendem Kranwagen.

Der Stein wurde Richtung Fundament gehoben und mit einer Eisenstange gesichert.

Eine zusätzliche Verstrebung an der Wand soll die Sicherheit gewährleisten.

6. Verschönerungsarbeiten

Damit der Stein ein wenig mehr auffällt und sich von der dahinterliegenden Mauer abhebt wurde über eine Bepflanzung diskutiert. Zwei Ilex rahmen den Stein nun ein und sollen gleichzeitig davor schützen den Raum zwischen Mauer und Stein zu betreten.

7. Die Infotafel wird angebracht

Um die Tafel in den Stein einzulassen musste erst eine millimetergenaue Aussparung gestemmt werden. Kein Problem für die Firma Schwieren Steinmetzwerkstätten. Noch vier Löcher gebohrt und dann konnte die Tafel eingeklebt werden.

8. Das Endergebniss

9. Die Einweihung

von links nach rechts: Werner Höderath, Pfarrer Samuel Dörr, Andreas Lücke, Pfarrverweser Elmar Kirchner, Annemarie Schmoranzer

und Segnung erfolgte am 05.10.2024 mit rund 60 geladenen Gästen.

10. Steinmetzarbeiten

Nach der Winterpause war es dann auch endlich soweit! Der Steinmetz Lutz Schmerbauch konnte kommen um die letzten Arbeiten zu verrichten. Denn es fehlten noch der Hinweis auf den Spender des Steines und die Jakobsmuschel, die den richtigen Weg weist. Beides ist nun auf der Wegemarke verewigt.
Herr Schmerbauch ist übrigens auch der Wegewart dieses Teilabschnittes der Heidenstraße.

Weitere Informationen zum „Verein der Freunde und Förderer von St. Nikolaus Bensberg“ und zum Wegestein: